Diversify und Mercator Talk: Mehr Diversität, jetzt! Repräsentation als Chance für die Demokratie

Impressionen der Auftaktveranstaltung des Diversify-Förderprogramms und des Talks #01

Das #Diversify-Team bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmer:innen unserer Diversify-Auftaktveranstaltung unter dem Thema: „Mehr Diversität, jetzt! Repräsentation als Chance für die Demokratie“. Das Dankeschön geht an unsere Hospitierenden, Hosts, Mentees und Mentor:innen, unsere Moderatorin Betiel Berhe, unsere Panelist:innen Lamya Kaddor, Dr. Cihan Sinanoglu, Katja Urbatsch und Marija Ruzhitskaya, und nicht zuletzt an alle Zuschauer:innen vor Ort und die sich digital zugeschaltet haben.

Die Paneldiskussion drehte sich um Repräsentationslücken in der Politik und welche Rolle soziale Herkunft und Rassismus für junge Menschen auf ihrem Weg in die Politik spielen können. Hier wurde u.a. gefordert, dass sich Parteien und Entscheidungsträger:innen proaktiver marginalisierten Gruppen öffnen.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine Mehrheit in Deutschland einer vielfältigen Gesellschaft offen gegenübersteht. Deshalb wurde dazu aufgerufen, dass sich Parteien nicht von rechter und populistischer Rhetorik treiben lassen sollten. Aber auch mutmachende Perspektiven wie wertvolle Netzwerke, die als Türöffner in die Politik funktionieren können, wurden diskutiert. 

Wir bedanken uns herzlich bei unserer Fördermittelgeberin, der Stiftung Mercator, ohne deren umfangreiche Unterstützung das Programm Diversify in dieser Weise nicht möglich wäre. Die Aufzeichnung des Livestreams ist auf YouTube und auf unserer Website abrufbar.

Struktureller Rassismus verhindert, dass viele Menschen in den Parteien politisch aktiv werden oder in wichtige politische Ämter kommen. Gleichzeitig haben die Black Lives Matter Proteste und die Proteste nach Halle und Hanau gezeigt, dass viele Menschen und vor allem junge Menschen gegen Rassismus und Antisemitismus auf die Straße gehen. Es ist wichtig, dass Parteien die politischen Forderungen dieser sozialen Bewegungen immer wieder in die Parlamente tragen. Die Transnationalisierung der Proteste, die auch durch die Digitalisierung verstärkt werden, machen neue Formen der Solidarisierung und politischen Mobilisierung sichtbar. Parteien, so wie wir sie kennen, haben ein Problem damit, diese gesellschaftlichen Veränderungen abzubilden. Hier braucht es einen radikalen Paradigmenwechsel.

In einer Demokratie muss sich die Vielfalt von Perspektiven und Lebensrealitäten im politischen Diskurs und auch in politischen Entscheidungen widerspiegeln. Nicht nur Kinderbetreuung, Wohnungsnot, Mindestlohn oder Rassismus sind Themen, die nach den Stimmen und Beiträgen von Frauen, jungen Menschen, Nicht-Akademiker:innen oder Betroffenen von Rassismus verlangen. Trotz Motivation und Engagement erfahren viele Menschen Hürden auf ihrem politischen Weg. Ihnen fehlen Vorbilder, Netzwerke oder sie erleben Diskriminierung. Hier setzt Diversify an: mit Mentorings, Hospitationen und Fortbildungsangeboten.

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